- Baugrunderkundung im Feld
- Bodenmechanische Laborversuche
- Geotechnische Berechnungen
- Ausführungsüberwachung, Qualitätssicherung,
Eigen- und Fremdüberwachung
„Was die Welt im Innersten zusammen hält...“
beschreibt die Bodenmechanik, eine noch recht junge Ingenieurdisziplin.
Gemeinsam mit der Felsmechanik liefert sie das Wissen um Festigkeit, Wasserdurchlässigkeit, Zusammendrückbarkeit und sonstige bautechnisch relevante Eigenschaften von Locker- und Felsgestein, um den Baugrund für die Einleitung von Lasten nutzbar zu machen oder als Baustoff mit definierten Eigenschaften verwenden zu können, z.B. für den Bau technischer Dichtungen.
Das Baugrundrisiko trägt im europäischen Wirtschaftsraum der Bauherr. Er stellt den Baugrund den Planern sowie ausführenden Unternehmen als „Baustoff“ zur Verfügung und hat daher im eigenen Interesse den Baugrund hinreichend genau durch einen geotechnischen Sachverständigen beschreiben zu lassen.
Labor- und Feldarbeiten
Die Eigenschaften von Böden werden in Feld- und Laborversuchen ermittelt. Zur Bestimmung der Festigkeit des Baugrundes werden Ramm- und Flügelsondierungen in situ (=vor Ort) durchgeführt. Mittels direkter Aufschlüsse (Schürfe und Bohrungen, Bild 3) wird der Schichtenaufbau erkundet. Aus Bohrungen und Schürfen entnommene Proben werden für weiter gehende Versuche (Bild 4) im Labor von AquaSoli verwertet.
Baugrundgutachten
Die Ergebnisse von Bodenaufschlüssen, Feld- und Laborversuchen bilden die Basis für die Erstellung des Baugrundgutachtens. Diese Expertise hat über die Beschreibung des Baugrundes und der Grundwasserverhältnisse (Bild 5) hinaus den Bauherrn bereits im Hinblick auf sein spezifisches Bauvorhaben gründungstechnisch zu beraten. So werden im Baugrundgutachten bereits Hinweise auf grundsätzlich geeignete Gründungsarten und Bauweisen (Bild 6) gegeben, in einfachen Fällen auch die Belastbarkeit des Baugrundes durch Flächenlasten genannt.
Geotechnische Bemessung von Bauwerken
Auf Basis des Baugrundgutachtens und in Interaktion mit dem Tragwerksplaner entwirft der geotechnische Ingenieur die Gründung und führt die erforderlichen bodenmechanischen und erdstatischen Nachweise (Bild 7) durch.
Vorbereitung der Bauausführung
Im Vorfeld einer Baumaßnahme sind vielfach Eignungsprüfungen im Labor erforderlich, z.B. um aus Böden hergestellte Mischungen für mineralische Dichtungen sowie Rezepturen für Bodenverbesserungen richtig einzustellen.
Bauüberwachung
Die Qualitätssicherung besteht in der Regel aus der Eigenüberwachung (EÜ) der ausführenden Baufirma sowie der Fremdüberwachung (FÜ) im Auftrag des Bauherrn bzw. der Überwachungsbehörde. Auf beiden Seiten führt geotechnisches Fachpersonal Versuche durch, um eine optimale, der Planung entsprechende Qualität und einen möglichst reibungslosen Bauablauf sicher zu stellen.
Geotechnische Bauwerksüberwachung
Sowohl während der Erstellung wie auch im Betrieb des Bauwerkes werden z.T. längerfristige geotechnische Messungen durchgeführt. Während der Bauzeit kann z.B. mittels Verformungsmessung an Baugrubenwänden die Übereinstimmung mit der statischen Berechnung überwacht und ggfs. Handlungsbedarf erkannt werden; eine solche Beobachtungsmethode regelt DIN 1054.
Bei fertig gestellten Bauwerken kann in
geotechnisch schwierigen Fällen die fortlaufende
Messung - beispielsweise von
Erddruck und Verformungen beim Bauen
an oder in Rutschhängen - einen wirkungsvollen
Beitrag zur aktiven Schadensvermeidung
und früherkennung
leisten.